"entdecke dich,
schaffe raum in dir
-
kreiere dich neu!"

yogische philosophie / gedankengut 

#traumasensibles_yoga


jeden in seiner individualität achtend, möchte ich keine allzu verallgemeinernde schlüsse ziehen, lediglich eine sichtweise (von vielen) präsentieren!


so auch heute: unser nervensystem; ich wage, zu behaupten. „es“ steuert uns. ich wage sogar, hier in diesem zusammenhang auch freud mit ins boot zu ziehen: war das das „es“, welches er als eine instanz, neben dem „ich“ und dem „über-ich“, meinte? ist unser handeln also so lange unbewusst, wie es in autonomen netzwerken seinen ursprung findet?


sind wir gar hauptsächlich produkt, unmittelbare realität, die aus den (kurzschluss-)reaktionen unseres „zwischengestellten“ nervensystems resultiert? und zwar des „autonomen“? kommt daher das „fremdgesteuertsein“? gilt es dann, die steuerung zurück zu holen? bedeutet das, sich seiner wahrnehmung zu entziehen? und bedeutet das wiederum, sich selbst zu misstrauen? oder geht es vielmehr darum, seine wahrnehmung zu beobachten? von ihr wegzurücken? nicht mehr eins mit ihr zu sein? Und ihr dennoch zu glauben? der orientierung wegen… ich behaupte, das nervensystem von traumatisierten ist für den betroffenen selbst nicht so zugänglich wie für einen, der sein nervensystem (mit der zeit wieder) regulieren kann (konnte, nach schrecksituationen). 


das nervensystem von traumatisierten menschen ist nicht so robust, nicht so ausgeglichen; der sympathikus ist aktiver als der parasympathikus; das lässt nur eine geringe chance auf „selbstschau“; darauf, sich selbst zu spüren, sich selbst zu vertrauen; und auch darauf, sich auf sich zu fokussieren. die amygdala, das angstzentrum im menschlichen hirn, ist ständig in bereitschaft, dem organismus „angst“ zu signalisieren.


und so geht es allen voran darum, handlungsfähig zu bleiben. weder erstarrt, wie festgefroren, noch auf der flucht, alle energie von sich weisend, und allmählich leer werdend - nicht an gedanken, sondern an lebenskraft.


es geht darum, die physiologischen prozesse im körper zu beobachten, um folgerichtig projektionen auf das physische, also das außen, aufzuheben. es geht darum, grenzen zu ziehen und nicht mit allem zu verschmelzen. es geht um „abstand“.


meine art, auf trauma zu schauen, ist das daraus entstandene empfinden zu verstehen; um es dann zu relativieren. die wahrnehmung halte ich nach wie vor, ehrend, hoch. doch um aus festgefahrenem herauszutreten, sollte der blick gehoben und darüberhinaus gerichtet werden - können. genau: es geht ums „können“. es geht darum, das prinzipielle, das absolute, das entweder-oder fallen zu lassen. es geht darum, sich zu befreien. man könnte denken, wie soll das gehen, als traumatisierter?


nach der beobachtung kommt das annehmen, die bereitschaft, zu verstehen. was folgt ist dann, im nächsten schritt, das verknüpfen, von körper und geist; doch zuerst brauchst du deine „macht“ zurück, tritt aus der ohnmacht heraus, vertraue dir (und auch deinem denken) wodurch du dich nach und nach in deinen körper fallen lassen, die kommunikation zwischen körper und geist nach und nach wiederherstellen kannst.


yoga ist eine stütze; sie hilft beim spüren.

yoga hilft beim verknüpfen, beim verbinden.

yoga regt die kommunikation zwischen körper und geist an.

yoga stimuliert die nervenzellen.

yoga bewirkt einen bau von autobahnen im innenkörperlichen geflecht von landstraßen und wegen (analog zu nervenbahnen).

yoga legt deinen fokus vom kopf mehr in den körper; von deiner angst mehr auf deine möglichkeiten.


ich unterstütze dich bei deinem prozess.

ich zeige dir einen weg zu mehr selbstermächtigung.


doch wir werden nicht über erlebnisse, über vergangenes (das macht dich ohnmächtig, denn es ist geschehen) reden; unser augenmerk liegt ganz und gar im jetzt, auf deinen möglichkeiten!

14.02.2021

#WAHRNEHMUNG

ich nehme wahr; ich halte für wahr; ich gebe der wirklichkeit (m)eine wahrheit.


wie funktioniert die wahrnehmung? ich erläutere ein paar, vielleicht die wichtigsten, funktionsweisen. doch ist mein anliegen vielmehr ein emotional-mentales, als ein rein wissenschaftliches begründen. Ich orientiere mich schon an fakten, aber was sind schon fakten, wenn diese auf dem menschlich wahrgenommenen basieren?


die wahrnehmung ist etwas zutiefst subjektives; im großen und ganzen könnte man da jede orientierung verlieren, wenn dem verstand, der es so gerne glauben würde, was die fünf sinne an umwelt-reizen wahrnehmen, hürden gestellt werden, in form von in-frage-stellen, abstand-achaffen, überdenken, uvm. wohin kommt man da? kann man der wahrnehmung noch glauben schenken? und, tun wir das nicht, an was sollen wir uns orientieren? denn es sei klar gesagt, die wahrnehmung ist die grundlage für unsere orientierung in dieser welt.


also meine praktischen vorträge, weil es keine einseitigen monologe sein sollen, sondern ich dich aktiv mit einbinden möchte, sind in erster linie dialoge. klar, ich übernehme schon die „führung“; ich weiß, worauf es mir ankommt, in den einzelnen samstagabenden, aber ich klammere dich deshalb nicht aus. jeder darf etwas dazu beitragen, jedem gehört das wort (nicht gleichzeitig zwar, aber jeder kommt zu wort!); ich leite experimente an bzw. ich stelle sie vor, sodass du praktisch an meinem vortrag teilhaben kannst.


am ersten samstag, an dem ich erst einmal grundsätzliches sagen werde, könnte es unter umständen (je nachdem, wie das publikum sich zusammensetzt) philosophisch werden. wir reden, rätseln, repetieren, experimentieren und vor allem stellen wir fragen - das a und o in der philosophie!


der zweite samstag wird sich um yoga, vor dem hintergrund der wahrnehmung, und dessen einfluss drehen. du bist also eingeladen, wahrnehmerisch mit mir zu yogieren, deine wahrnehmung zu schärfen. keine ansprüche meinerseits an dich! es wird ein sanftes yoga-programm geben, an dem jeder teilnehmen kann. bequeme kleidung und eine matte/decke/ein weicher untergrund genügen, sodass sich jeder in die praxis und meine theoretische begleitung fallen lassen kann!


den dritten samstag im februar widme ich dem thema trauma. das heißt dem zusammenspiel von trauma und wahrnehmung. wie verändert ein trauma die wahrnehmung? was für einen stellenwert bekommt die wahrnehmung im leben eines traumatisierten menschen? welche beziehung hat dieser traumatisierte zu seiner wahrnehmung und also zu seiner umwelt? und natürlich wird es hier auch praktische aspekte geben. sofern traumatisierte daran teilnehmen werden, wissen genau jene, wie wichtig der rückbezug zum eigenen ist, bei theorie oder in größeren, vielleicht fremden umfeldern.


Dden letzten samstagabend der „vortragsreihe“ wird es um meditation gehen. wir werden meditieren. nicht ununterbrochen, nicht eine stunde lang. natürlich werde ich das mit meinem hintergrundwissen ergänzen, sodass wir nur ein, zwei oder vielleicht sogar drei ganz kurze meditationseinheiten haben werden. womöglich werde ich dich an verschiedene meditationsweisen heranführen, um dich aus verschiedenen perspektiven auf deinen geist blicken lassen kann. mein ziel ist es, dir hiermit darzulegen, wie unsere wahrnehmung, wie unser geist, wie unser denken funktioniert; wie unsere aufmerksamkeit mit reinspielt; ich möchte dich sensibel dafür machen, von wie vielen aspekten deine - und auch meine - wahrnehmung abhängig ist!

mache bei meinem vortragsabend mit :) ! vier samstage, vier stunden, vier perspektiven, aus der wir die wahrnehmung beobachten werden! ich freue mich über jeden teilnehmer!!

diese veranstaltung hat bereits stattgefunden.

bedeutung von "yoga"

wenn ich yoga übersetzen sollte, würde ich den begriff „seelengymnastik“ wählen. man bewegt sich in die - zumindest für uns deutsche - ungewohntesten haltungen und bleibt dann darin verharren, als wäre es bequem oder wohltuend. ich denke jedoch, der mensch hat in seinem kindesalter unbewusst ganz viele intelligente verknüpfungen zu seinem körper geknüpft. jede noch so kleine erfahrung hat ihn etwas mehr in seinem körper verankert; jede bewegung hat eine spur im sinne einer neuen neuronenbahn hinterlassen und so wuchs das geäst in den köpfen. heute pflegen 
die menschen - ich sage zusammenfassend „die menschen“, weil ich meine, dass es auf einen großteil unserer gesellschaft zutrifft -, hauptsächlich die autobahn zu nehmen: geht schneller, da ist was los und man verfährt sich seltener - ganz salopp gesagt. doch glaubt man meinem hier 

erstellten denkkonzept muss man auch sehen, dass in 
diesem fall viel individuelleren fahrten durch die landschaften ausbleiben: der mensch entlebt sich aus seinem körper 

und büßt dadurch ganz viel freude ein und mit freude meine ich hier die freude am sein. abschließend zur wortbedeutung des "yoga" möchte ich also sagen, dass ich mich der verbreiteteren übersetzung von "verbinden" anschließe: verbinden von körper und geist, wodurch die sicht auf meine umwelt klarer wird, weil die verbindung zwischen erleben und interpretation klarer, ja, auch unmittelbarer wird, also quasi unzählige individuelle autobahnen, nachdem sie jahrelang, als sie noch wege und landstraßen waren, befahren wurden.


dieser etwas anderen interpretation schließe ich mich kommentarlos an: "im yoga übe ich mich im verstehen: meiner stimmungen, innenkörperlichen ablaufe, meiner bedürfnisse und beweggründen und die meiner mitmenschen, um gemeinsam ein fruchtbares leben zu erfahren."

fühle dich in meiner stunde und auf deiner matte also zu mehr und ausnahmsloser Selbstachtsamkeit eingeladen!

"etymologie“ von HerzYoga

HerzYoga hat als oberste absicht, die/den praktizierendeN darin zu unterstützen, in verbindung mit dem eigenen herzen zu kommen. HerzYoga möchte einen weg bieten, diese fundamentale herzensverbindung auch im alltag aufrecht zu erhalten, um mit seiner ganzen lebensenergie bewusster umgehen zu können.

eine starke herzensverbindung ist auch indiz für ein großes maß an selbstbestimmtheit, an gesundheit, an zufriedenheit und an integrität. eine tiefe verbundenheit kann auch mit stärke gleichgesetzt werden, mit „halt“, den eine person durch bewusstsein, durch eine gewisse rückverbindung zu ihren eigenen wurzeln spenden kann.

eine gute, dauerhafte und gestärkte herzensverbindung bildet die basis für  kontinuität, zentriertheit und vertrauen - zum einen meint das das vertrauen in sich, zum anderen die  vertrauenswürdigkeit der person selbst.

finde durch achtsame bewegung zu deinem inneren kern zurück. werde still und horche in dich, nachdem du allein durch die bereitschaft einen raum in dir eröffnet hast.
verbinde dich mit dir!!

von meiner seite kommt nichts als die hilfestellung zu beginn deines weges!

vor diesem hintergrund passt auch der titel einer meiner stundenreihe, eines kurses, von mir: „SeelenKrieger“. Wir alle sollten krieger, die für den plan der eigenen seele, nämlich für dessen realisierung, „kämpfen“. „bewusst einstehen“ für das, was die seele bedarf, klingt etwas weniger gewaltvoll, ohne an ausdruck zu verlieren. „SeelenKrieger“ klingt dennoch schön, zumal körperhaltungen mit krieger-qualität das selbstbewusstsein stärken.

„yogt“ euch zu eurem herzen!!

-matangī

'it's not about being good at something.it's about being good to yourself.'

unser vegetatives nervensystem  &  yoga

bei aktivem nervensystem ist der mensch hellwach, fokussiert und in einer angenehmen inneren spannung.


ist dieser zustand jedoch chronisch, d.h. der betroffene kennt den zustand der entspannung nicht mehr, dann ist er innerlich nervös und angespannt, gleichzeitig aber auch müde und erschöpft. 


die übungen aus dem hatha-yoga wirken über die arbeit mit der muskulatur auf unser nervensystem und den hormonhaushalt und flexibilisieren so die regelprozesse in uns. stress und yoga sind also gegenläufige einflüsse für jene prozesse. Im yoga arbeiten wir mit körperhaltungen, die muskelgruppen aktivieren, die wir benötigen, um einer bedrohliche situation mit unseren kampf-, flucht oder schutzreflexen zu begegnen. bei aktivität dominiert der sympathikus, während der parasympathikus bei entspannung die größere rolle spielt. ist der stress 




längeranhaltend, schadet die übersteuerung des sympathikus zum einen der gesundheit, zum anderen verengt er die sicht auf die wirklichkeit. bei dauerhafter anspannung kann die muskulatur verhärten und die atmung abflachen.


mithilfe von asanas ist der praktizierende imstande genau jene kampf-, flucht- oder schutzreflexe, die der mensch im stress etabliert, durch die achtsame Muskelarbeit abschwächen oder gar vollständig lösen.
 
 aufgrunddessen, dass yoga auf unser vegetatives nervensystem einfluss nehmen kann, können damit auch traumata, also nicht vollständig ausgeführte stressreaktionen unseres körpers, die zum entsprechenden zeitpunkt aus den unterschiedlichsten gründen "zu viel" waren und somit noch im system "stecken", "schleichend" ausgeführt werden.

"es sind wenige, die mit ihren eigenen augen sehen und mit ihrem eigenen herzen fühlen." 

- albert einstein

meine intention

du magst deinen körper besser kennenlernen? es ist meine oberste absicht, dir dabei eine gute unterstützung zu sein.
alles, was ich habe, ist erfahrung und die möchte ich dir so 
weitergeben, dass du deine eigenen erfahrungen machen kannst - so wird der verstand ein wenig umgangen und deine körperwahrnehmung wird geschult.

traumasensitives yoga ist mein großes herzensanliegen. aber auch nicht traumatisierte, sensible körper finden erfahrungsgemäß ihren raum in einer meiner stunden. "gesehen werden" ist mir ein wichtiger wert, den ich weitertragen möchte.

"an einem bestimmten tag, unter bestimmten umständen glaubst du, eine grenze zu haben. und du arbeitest dich zu dieser grenze vor, du berühsrst diese grenze, und du denkst: 'gut, das ist die grenze.' doch sobald du diese grenze berührst, geschieht etwas, und plötzlich kannst du sie überschreiten. mit dieser kraft deines geistes, deiner entschlossenheit, deinem instinkt und deiner erfahrung kannst du sehr hoch fliegen."

-ayrton senna

yoga-therapie

hier findet nun traumsensitives yoga seine erwähnung. über traumata  und yoga schreibe und spreche ich des öfteren auf instagram/facebook. bei Interesse darfst du mich gerne hier aufsuchen. ansonsten halte ich die texte meist auch in der rubrik
 "blogue de yoga" oder "blogue de ma vie privée" fest.

grundsätzlich möchte ich dir aber versichern, dass ich mit meinem einfühlungsvermögen auf andere einzugehen verstehe. drum sind solche "therapie-stunden" sehr individuelll. in einzelstunden - oder vielleicht kleinen gruppenstunden - wirst du über deinen körper zu dir geführt werden.

alles in allem geht es immer um mehr bewusstheit. es geht darum, sich selbst besser zu kennen; darum, sich selbst ungeschminkter gegenüber zu treten. 

immer da, wo es um verbindung gehen soll, geht es auch um integration, da ich den standpunkt vertrete, dass ich zu allem, was ich in mich aufzunehmen bereit bin und wofür ich die verantwortung tragen kann, eine verbindung herstelle, widme ich mich u.a. dem thema der annahme. das heißt nicht, dass ich für grenzaufhebung plädiere. das soll heißen, dass ich zu mehr selbstermächtigung ermutige.

Treffpunkt

Schulbergstraße 30
94034 Passau


Standort 

Marktplatz 5
94034 Passau